SO BRITISH!

Katalog des Festival La Gacilly-Baden Photo 2026

SO BRITISH! ist das Motto des Festival La Gacilly-Baden Photo 2026, das vom 12. Juni bis 11. Oktober in Baden bei Wien zum neunten Mal stattfindet. Mit rund 320.000 Besuchern ist es das größte Open-Air-Fotofestival Europas. 1.500 großformatige Bilder der weltbesten Fotograf:innen in den Parks und Gärten verwandeln die Stadt Baden für vier Monate in eine Bilderstadt. 2026 setzt sich das Festival – unter Anderem – mit der Alltags- und Lebenssituation der Menschen in England auseinander.

Cyril Drouhet, Vinzent Jolly 
Lois Lammerhuber, Mélina Le Blaye
Jacques Rocher, Lionel Scur

21 × 28 cm
304 Seiten
ca. 219 Fotos
Deutsch, Englisch
Softcover
ISBN 978-3-903462-18-2
Juni 2026

29.00
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Autor:innen

  • Cyril Drouhet

    Cyril Drouhet ist Historiker, begeisterter Journalist und Direktor für Fotografie bei Le Figaro Magazine sowie Kurator des Festival Photo La [...] mehr

  • Jacques Rocher

    Jacques Rocher ist Gründer des Festival Photo La Gacilly und Bürgermeister von La Gacilly. mehr

  • blank

    Lois Lammerhuber

    Lois Lammerhuber ist Fotograf und Verleger. Er hat mehr als 1000 Reportagen erarbeitet, davon rund 250 für die Zeitschrift GEO. [...] mehr

Details

2026 steht das Festival La Gacilly-Baden Photo unter dem Motto SO BRITISH! Eine gigantische Open-Air-Galerie auf 7 km Länge, mit rund 1.500 großformatigen Bildern in den Parks und Gärten und der Altstadt von Baden verwandelt die Stadt zum neunten Mal für vier Monate in eine Bilder-Stadt. Bei freiem Eintritt laden über 30 Ausstellungen, 7 Tage die Woche, von 0- 24 Uhr zum Verweilen.

SO BRITISH! Großbritannien und Europa teilen eine tausendjährige Geschichte voller Missverständnisse und Feindseligkeiten, Bewunderung und Respekt. Das könnte an der Eigenart der Briten liegen, Dinge anders zu tun als alle anderen. Sie fahren nicht nur links, sie haben auch ihre eigene Währung, und 51,89 Prozent haben für den Brexit gestimmt. Sie spielen Darts, glauben an Geister und haben immer noch eine Monarchie. Und sie haben diesen Hauch von Exzentrik. Seit Oscar Wilde einen Hummer an der Leine am Ufer der Themse spazieren führte, wissen wir, dass in diesem Land der strengen Erziehung Extravaganz immer noch als Kunstform gepflegt wird. Viele britische Fotograf:innen teilen diesen Stil. Sie sind so british, weil sie es verstehen, den Geist ihrer Zeit mit einem großartigen Sinn für Klarheit einzufangen.

Wenn Schelmerei das Vorrecht der Briten wäre, dann ist Martin Parr ihr fotografischer Herold. Seit über fünfzig Jahren wirft der unermüdliche Chronist der englischen Gesellschaft einen messerscharfen Blick auf seine Landsleute. Oder Tony Ray-Jones, dieser ironische Beobachter, der dem Humor seinen rechtmäßigen Platz einräumte, ohne jemals in unnötige Grausamkeit zu verfallen. Peter Dench hat sich dafür entschieden, die Widersprüche einer Gesellschaft, die als zutiefst traditionsverbunden gilt, genau unter die Lupe zu nehmen. Josh Edgoose streift durch die Straßen Londons auf der Suche nach dem Unerwarteten. „Swinging London” erinnert uns daran, dass ikonische Popmusik an den Ufern der Themse geboren wurde. Terry O’Neill war nicht nur Zeuge dieser berauschenden Revolution, er war der fotografische Vertraute der „Enfants terribles” Englands, von den Beatles über die Rolling Stones und David Bowie bis zu Elton John.

Wussten Sie, dass das Vereinigte Königreich und Frankreich gemeinsam das Privileg haben, die Erfinder der Fotografie zu sein? Obwohl Nicéphore Niepce aus Chalon-sur-Saône als Erster ein Bild auf einer Metallplatte festhielt, war es eine englische Botanikerin, die diese Technik bereits 1843 als Erste weiterentwickelte. Anna Atkins war eine Pionierin auf dem Gebiet der Cyanotypie, mit der sie Herbarien von faszinierender Schönheit schuf. Gina Soden erkundet Herrenhäuser und alte Villen, die ihre Besitzer:innen zurückgelassen haben, stillgelegte Fabriken und verfallene Krankenhäuser, in denen die Natur sich ihr Recht zurückerobert hat. Cig Harvey experimentiert mit Farben, unseren Sinneserfahrungen und Körpern, die mit der Natur verschmelzen. Schließlich wirft Mary Turner einen zärtlichen Blick auf die marginalisierten Bevölkerungsgruppen des postindustriellen Englands.

Christian Skrein erinnert uns an den Besuch der Beatles in Obertauern, die zum Videodreh von Help! angereist waren – und von der Bevölkerung mit Transparenten empfangen wurden: „Beatles go Home!“ Und der Badener Filmemacher Richard Ladkani setzt Jane Goodall ein fotografisches Denkmal aus der innigen Perspektive einer nun abrupt zerrissenen Lebensfreundschaft: „Just me, Jane!“

Mike Taylors Arbeit „The Beautiful Game“ zeigt uns Fußball aus der Perspektive von fiebernden Fans in britischen Pubs – ohne auch nur eine:n einzige:n Fußballspieler:in ins Bild zu setzen.

Queen-Gitarrengott Sir Brian May ist nicht nur ein zur Ikone gewordener Rockmusiker, sondern vor allem auch leidenschaftlicher Stereofotograf und der weltweit größte Sammler dieser Kunst. Nach 2019, als in Baden seine Arbeit „Die Mondlandung in 3D“ im Arnulf Rainer Museum ihre Weltpremiere erlebte, wird das Festival mit „Stereoscopic Adventures In Hell“ eine absolute Rarität seiner Sammlung zeigen, die kurz nach der Erfindung der Fotografie geschaffen wurde. Dieser 3D-Kultklassiker bietet einen einzigartigen satirischen Blick auf die Vorstellung der Hölle in den 1860er Jahren und versetzt sie auf die schönst mögliche Weise in eine albtraumhafte Unterwelt! Diese bemerkenswerten Szenen wurden von den zwei führenden französischen Bildhauern Pierre Hennetier und Louis Habert aus Ton modelliert und dann mit einer Stereokamera fotografiert – ein ganz besonderer Fotografie-Leckerbissen im Kontext des 200. Geburtstages der Fotografie. Ebenso spektakulär und dem runden Geburtstag der Fotografie gewidmet zeigt das Festival die Retrospektive des einzigartigen Schaffens von Foto-Ikone und Magnum Gründer Robert Capa als erste Zusammenarbeit des Festivals mit dem Robert Capa Contemporary Photography Center Budapest.

Eine andere Rarität ist die Ausstellung von Michel Bouvet „I Love The Beatles“, der ein echter Beatles-Fan ist und in 35 außergewöhnlichen Bildern die legendärsten Songs der mythischen Band aus Liverpool illustriert. Eeine Arbeit, die vor allem das Ergebnis einer Fantasie ist, die von seiner Leidenschaft für Musik, Malerei, Literatur und Reisen getragen wird.

2024 war das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein Faktum, das auf die ständig zunehmende Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosphäre zurückzuführen ist. Die Ozeane, die 70 % der Erdoberfläche bedecken, sind ein wichtiger Regulator des Erdklimas. Sie absorbieren über 90 % der überschüssigen Wärme im Klimasystem, was zu immer heftigeren Hurrikanen und Stürmen führt. Wer könnte uns besser einen lebendigen Einblick in das fragile Ökosystem des Blauen Planeten geben als der Meeresbiologe Laurent Ballesta, einer der besten Unterwasserfotografen seiner Generation. Mit Robert Doisneau, dessen Werk weit über Paris und seine Vororte hinausgeht, nehmen wir ein erfrischendes Bad. Stéphane Lavoué machte sich diesen Winter auf, um jene Menschen zu treffen, die von und mit den Ozeanen leben. Der indische Fotograf Supratim Bhattacharjee arbeitet seit Jahren im Sundarbans-Archipel. Er zeigt uns den Alltag von Menschen, die mit Klimakatastrophen und steigenden Meeresspiegeln konfrontiert sind.

Und natürlich wird und MUSS das Festival den 100. Geburtstag des Strandbades in Baden würdigen. Unter dem Titel „Water is Life!“ werfen wir mit Hilfe von Unesco- Weltwasserchair Helmut Habersack einen ernüchternden Blick auf die Flüsse der Welt. Wir lernen von ihrer Schönheit und ihren Dramen und erfahren, was die Wissenschaft dazu beitragen kann, ihr Wasser wieder erfrischend zu machen. Der Innsbrucker Forscher Günter Köck entführt uns in die fernsten Gebiete der Welt, wo Seesaiblinge als „Instrument“ zum Umwelt-Monitoring eingesetzt werden. Fast noch mehr unerwartete Exotik stellt sich ein, wenn das Festival die junge Badenerin Christin Gerstorfer in die faszinierende stille und dunkle Welt des Apnoetauchens begleitet.

Die unermüdliche Reisende, Modefotografin und Mitglied der Académie des Beaux-Arts Françoise Huguier erkundet in Emotive Africa die Seele der Menschen von Mali bis Äthiopien, von Benin bis Mosambik.

In Tansania verortet Frédéric Noy sein Langzeitprojekt Udzungwa, wo Populationen endemischer Affen im Herzen eines Primärwaldes leben, der durch die Urbanisierung bedroht ist. In einem Essay, der ebenso dokumentarisch wie künstlerisch ist, hat Axelle de Russé mithilfe von Infrarotfotografie unsere beiden bewohnten Polarwelten im Norden und im Süden betrachtet. Corey Arnold belegt mit seinem Bericht wie sich Bären, Kojoten und Waschbären auf der Suche nach Nahrung, die sie in ihrem ursprünglichen Lebensraum nicht mehr finden, in unsere Städte wagen.

Als flüchtiges Geschenk an die Natur und als Ode an das Reisen und die Kontemplation stellen wir die sinnliche Welt von François Fontaine aus, Gewinner des Leica-Preises für neue Umweltfotografie 2025. Seine Bilder, aufgenommen zur Zeit der Vollblüte, ähneln Drucken und zeigen fleckiges Licht, magische Reflexionen, den Wind in den Bäumen und das Erblühen einer neuen Jahreszeit.

Und schließlich wird uns Norbert Span mit seiner visuellen Reise in die mikroskopischen Strukturen von Vitaminen überraschen und uns ihre verzaubernde innere Schönheit enthüllen.

Die Ausstellung Der Traum vom Fliegen zeigt, zu welchen Leistungen Menschen fähig sind, wenn sie von Tatendrang und Neugier getrieben werden. Jeder Start, jeder Flug, jede Landung sind eine Erinnerung daran. Der Traum vom Fliegen ist ein gemeinsames fotografisches Projekt von Ana María Arévalo Gosen, Hans-Jürgen Burkard, Heinz Stephan Tesarek, Jérôme Gence, Martina Draper, Nadia Ferroukhi, Ulla Lohmann und Lois Lammerhuber.

Das bilaterale Fotoprojekt Pop Nature fordert die Schulen des Morbihan und in Niederösterreich auf, sich mit einer freien, unbeschwerten, psychedelischen, rhythmischen und lebendigen fotografischen Perspektive der Natur zu nähern. Der Fokus liegt auf leuchtenden Farben, einer funkelnden, lebendigen, sorgenfreien und positiven Welt.

Die Ausstellung I love Coffee, I love Tea mit Fotografien der niederösterreichischen Berufsfotografie und die Ausstellung des mit 656 738 eingereichten Fotos aus 153 Ländern größten Fotowettbewerbes der Welt CEWEs Our World is Beautiful, werden das Festival ebenso abrunden wie die Rückschau auf 2024 in den Bildern der Artista in Residence Sabine Starmayer, deren Bilder von Texten der Thomas-Jorda-Preisträgerin 2024 Elisabeth Steinkellnerbegleitet werden.

Unter dem Leitgedanken Culture of Solidarity wird die Zusammenarbeit mit den Festivalpartnern Garten Tulln – dort zeigen wir die CEWE-Ausstellung „Our World is Beautiful“, – und dem Monat der Fotografie Bratislava auch 2026 fortgesetzt. Neu ist die Partnerschaft mit der Stadt Belgrad (optional Nürnberg oder Chișinău), wo wir den Global Peace Photo Award zeigen werden.

Und Christoph Künne würdigt mit innovativen KI-inspirierten Bildern die 450-jährige Geschichte von Manfred Schneiders Backhaus Annamühle.

Beschreibung

2026 steht das Festival La Gacilly-Baden Photo unter dem Motto SO BRITISH! Eine gigantische Open-Air-Galerie auf 7 km Länge, mit rund 1.500 großformatigen Bildern in den Parks und Gärten und der Altstadt von Baden verwandelt die Stadt zum neunten Mal für vier Monate in eine Bilder-Stadt. Bei freiem Eintritt laden über 30 Ausstellungen, 7 Tage die Woche, von 0- 24 Uhr zum Verweilen.

SO BRITISH! Großbritannien und Europa teilen eine tausendjährige Geschichte voller Missverständnisse und Feindseligkeiten, Bewunderung und Respekt. Das könnte an der Eigenart der Briten liegen, Dinge anders zu tun als alle anderen. Sie fahren nicht nur links, sie haben auch ihre eigene Währung, und 51,89 Prozent haben für den Brexit gestimmt. Sie spielen Darts, glauben an Geister und haben immer noch eine Monarchie. Und sie haben diesen Hauch von Exzentrik. Seit Oscar Wilde einen Hummer an der Leine am Ufer der Themse spazieren führte, wissen wir, dass in diesem Land der strengen Erziehung Extravaganz immer noch als Kunstform gepflegt wird. Viele britische Fotograf:innen teilen diesen Stil. Sie sind so british, weil sie es verstehen, den Geist ihrer Zeit mit einem großartigen Sinn für Klarheit einzufangen.

Wenn Schelmerei das Vorrecht der Briten wäre, dann ist Martin Parr ihr fotografischer Herold. Seit über fünfzig Jahren wirft der unermüdliche Chronist der englischen Gesellschaft einen messerscharfen Blick auf seine Landsleute. Oder Tony Ray-Jones, dieser ironische Beobachter, der dem Humor seinen rechtmäßigen Platz einräumte, ohne jemals in unnötige Grausamkeit zu verfallen. Peter Dench hat sich dafür entschieden, die Widersprüche einer Gesellschaft, die als zutiefst traditionsverbunden gilt, genau unter die Lupe zu nehmen. Josh Edgoose streift durch die Straßen Londons auf der Suche nach dem Unerwarteten. „Swinging London” erinnert uns daran, dass ikonische Popmusik an den Ufern der Themse geboren wurde. Terry O’Neill war nicht nur Zeuge dieser berauschenden Revolution, er war der fotografische Vertraute der „Enfants terribles” Englands, von den Beatles über die Rolling Stones und David Bowie bis zu Elton John.

Wussten Sie, dass das Vereinigte Königreich und Frankreich gemeinsam das Privileg haben, die Erfinder der Fotografie zu sein? Obwohl Nicéphore Niepce aus Chalon-sur-Saône als Erster ein Bild auf einer Metallplatte festhielt, war es eine englische Botanikerin, die diese Technik bereits 1843 als Erste weiterentwickelte. Anna Atkins war eine Pionierin auf dem Gebiet der Cyanotypie, mit der sie Herbarien von faszinierender Schönheit schuf. Gina Soden erkundet Herrenhäuser und alte Villen, die ihre Besitzer:innen zurückgelassen haben, stillgelegte Fabriken und verfallene Krankenhäuser, in denen die Natur sich ihr Recht zurückerobert hat. Cig Harvey experimentiert mit Farben, unseren Sinneserfahrungen und Körpern, die mit der Natur verschmelzen. Schließlich wirft Mary Turner einen zärtlichen Blick auf die marginalisierten Bevölkerungsgruppen des postindustriellen Englands.

Christian Skrein erinnert uns an den Besuch der Beatles in Obertauern, die zum Videodreh von Help! angereist waren – und von der Bevölkerung mit Transparenten empfangen wurden: „Beatles go Home!“ Und der Badener Filmemacher Richard Ladkani setzt Jane Goodall ein fotografisches Denkmal aus der innigen Perspektive einer nun abrupt zerrissenen Lebensfreundschaft: „Just me, Jane!“

Mike Taylors Arbeit „The Beautiful Game“ zeigt uns Fußball aus der Perspektive von fiebernden Fans in britischen Pubs – ohne auch nur eine:n einzige:n Fußballspieler:in ins Bild zu setzen.

Queen-Gitarrengott Sir Brian May ist nicht nur ein zur Ikone gewordener Rockmusiker, sondern vor allem auch leidenschaftlicher Stereofotograf und der weltweit größte Sammler dieser Kunst. Nach 2019, als in Baden seine Arbeit „Die Mondlandung in 3D“ im Arnulf Rainer Museum ihre Weltpremiere erlebte, wird das Festival mit „Stereoscopic Adventures In Hell“ eine absolute Rarität seiner Sammlung zeigen, die kurz nach der Erfindung der Fotografie geschaffen wurde. Dieser 3D-Kultklassiker bietet einen einzigartigen satirischen Blick auf die Vorstellung der Hölle in den 1860er Jahren und versetzt sie auf die schönst mögliche Weise in eine albtraumhafte Unterwelt! Diese bemerkenswerten Szenen wurden von den zwei führenden französischen Bildhauern Pierre Hennetier und Louis Habert aus Ton modelliert und dann mit einer Stereokamera fotografiert – ein ganz besonderer Fotografie-Leckerbissen im Kontext des 200. Geburtstages der Fotografie. Ebenso spektakulär und dem runden Geburtstag der Fotografie gewidmet zeigt das Festival die Retrospektive des einzigartigen Schaffens von Foto-Ikone und Magnum Gründer Robert Capa als erste Zusammenarbeit des Festivals mit dem Robert Capa Contemporary Photography Center Budapest.

Eine andere Rarität ist die Ausstellung von Michel Bouvet „I Love The Beatles“, der ein echter Beatles-Fan ist und in 35 außergewöhnlichen Bildern die legendärsten Songs der mythischen Band aus Liverpool illustriert. Eeine Arbeit, die vor allem das Ergebnis einer Fantasie ist, die von seiner Leidenschaft für Musik, Malerei, Literatur und Reisen getragen wird.

2024 war das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Ein Faktum, das auf die ständig zunehmende Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosphäre zurückzuführen ist. Die Ozeane, die 70 % der Erdoberfläche bedecken, sind ein wichtiger Regulator des Erdklimas. Sie absorbieren über 90 % der überschüssigen Wärme im Klimasystem, was zu immer heftigeren Hurrikanen und Stürmen führt. Wer könnte uns besser einen lebendigen Einblick in das fragile Ökosystem des Blauen Planeten geben als der Meeresbiologe Laurent Ballesta, einer der besten Unterwasserfotografen seiner Generation. Mit Robert Doisneau, dessen Werk weit über Paris und seine Vororte hinausgeht, nehmen wir ein erfrischendes Bad. Stéphane Lavoué machte sich diesen Winter auf, um jene Menschen zu treffen, die von und mit den Ozeanen leben. Der indische Fotograf Supratim Bhattacharjee arbeitet seit Jahren im Sundarbans-Archipel. Er zeigt uns den Alltag von Menschen, die mit Klimakatastrophen und steigenden Meeresspiegeln konfrontiert sind.

Und natürlich wird und MUSS das Festival den 100. Geburtstag des Strandbades in Baden würdigen. Unter dem Titel „Water is Life!“ werfen wir mit Hilfe von Unesco- Weltwasserchair Helmut Habersack einen ernüchternden Blick auf die Flüsse der Welt. Wir lernen von ihrer Schönheit und ihren Dramen und erfahren, was die Wissenschaft dazu beitragen kann, ihr Wasser wieder erfrischend zu machen. Der Innsbrucker Forscher Günter Köck entführt uns in die fernsten Gebiete der Welt, wo Seesaiblinge als „Instrument“ zum Umwelt-Monitoring eingesetzt werden. Fast noch mehr unerwartete Exotik stellt sich ein, wenn das Festival die junge Badenerin Christin Gerstorfer in die faszinierende stille und dunkle Welt des Apnoetauchens begleitet.

Die unermüdliche Reisende, Modefotografin und Mitglied der Académie des Beaux-Arts Françoise Huguier erkundet in Emotive Africa die Seele der Menschen von Mali bis Äthiopien, von Benin bis Mosambik.

In Tansania verortet Frédéric Noy sein Langzeitprojekt Udzungwa, wo Populationen endemischer Affen im Herzen eines Primärwaldes leben, der durch die Urbanisierung bedroht ist. In einem Essay, der ebenso dokumentarisch wie künstlerisch ist, hat Axelle de Russé mithilfe von Infrarotfotografie unsere beiden bewohnten Polarwelten im Norden und im Süden betrachtet. Corey Arnold belegt mit seinem Bericht wie sich Bären, Kojoten und Waschbären auf der Suche nach Nahrung, die sie in ihrem ursprünglichen Lebensraum nicht mehr finden, in unsere Städte wagen.

Als flüchtiges Geschenk an die Natur und als Ode an das Reisen und die Kontemplation stellen wir die sinnliche Welt von François Fontaine aus, Gewinner des Leica-Preises für neue Umweltfotografie 2025. Seine Bilder, aufgenommen zur Zeit der Vollblüte, ähneln Drucken und zeigen fleckiges Licht, magische Reflexionen, den Wind in den Bäumen und das Erblühen einer neuen Jahreszeit.

Und schließlich wird uns Norbert Span mit seiner visuellen Reise in die mikroskopischen Strukturen von Vitaminen überraschen und uns ihre verzaubernde innere Schönheit enthüllen.

Die Ausstellung Der Traum vom Fliegen zeigt, zu welchen Leistungen Menschen fähig sind, wenn sie von Tatendrang und Neugier getrieben werden. Jeder Start, jeder Flug, jede Landung sind eine Erinnerung daran. Der Traum vom Fliegen ist ein gemeinsames fotografisches Projekt von Ana María Arévalo Gosen, Hans-Jürgen Burkard, Heinz Stephan Tesarek, Jérôme Gence, Martina Draper, Nadia Ferroukhi, Ulla Lohmann und Lois Lammerhuber.

Das bilaterale Fotoprojekt Pop Nature fordert die Schulen des Morbihan und in Niederösterreich auf, sich mit einer freien, unbeschwerten, psychedelischen, rhythmischen und lebendigen fotografischen Perspektive der Natur zu nähern. Der Fokus liegt auf leuchtenden Farben, einer funkelnden, lebendigen, sorgenfreien und positiven Welt.

Die Ausstellung I love Coffee, I love Tea mit Fotografien der niederösterreichischen Berufsfotografie und die Ausstellung des mit 656 738 eingereichten Fotos aus 153 Ländern größten Fotowettbewerbes der Welt CEWEs Our World is Beautiful, werden das Festival ebenso abrunden wie die Rückschau auf 2024 in den Bildern der Artista in Residence Sabine Starmayer, deren Bilder von Texten der Thomas-Jorda-Preisträgerin 2024 Elisabeth Steinkellnerbegleitet werden.

Unter dem Leitgedanken Culture of Solidarity wird die Zusammenarbeit mit den Festivalpartnern Garten Tulln – dort zeigen wir die CEWE-Ausstellung „Our World is Beautiful“, – und dem Monat der Fotografie Bratislava auch 2026 fortgesetzt. Neu ist die Partnerschaft mit der Stadt Belgrad (optional Nürnberg oder Chișinău), wo wir den Global Peace Photo Award zeigen werden.

Und Christoph Künne würdigt mit innovativen KI-inspirierten Bildern die 450-jährige Geschichte von Manfred Schneiders Backhaus Annamühle.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 1 kg / 2.2 lbs
Buchautor

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