SESSIONS – Fetisch in Deutschland

Die mehrfach ausgezeichnete Fotoarbeit über sexuellen Fetischismus in Deutschland ist die grandios, einfühlsame Buchpremiere von Florian Müller, in der er uns auf eine Reise ins Innerste, zu den Urgelüsten und Bedürfnissen menschlicher Existenz mitnimmt. Mit einem Text von Stern-Redakteurin Nora Gantenbrink.

Florian Müller
Nora Gantenbrink

22,5 × 27,5 cm
160 Seiten, 68 Fotos
Deutsch, Englisch
Hardcover, Leinen gebunden, offener Rücken
ISBN 978-3-901753-95-4
September 2015

Limitierte, nummerierte und signierte Auflage von 1000 Exemplaren

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Autoren

  • Florian Müller

    Florian Müller studierte an der Hochschule Hannover Fotografie. Seine Arbeit SESSIONS wurde mit dem Prix de la Photographie Paris und [...] mehr

  • Nora Gantenbrink

    Nora Gantenbrink wurde 1986 geboren. Sie besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg mit Stationen bei der Berliner Zeitung, ZEIT, SPIEGEL ONLINE [...] mehr

Awards

  • One Eyeland Photography Awards
  • Px3 Award - Prix de la Photographie
  • Art Directors Club Deutschland
  • Deutscher Fotobuchpreis NOMINIERT
  • Moscow International Foto Awards
  • Die schönsten deutschen Bücher

Details

„Man muss sich die Gelüste des Menschen als ein Meer aus bunten Murmeln vorstellen. Unmöglich, sie alle zu zählen. Und ständig findet man eine, die man noch nicht kannte.“ Nora Gantenbrink, Stern-Redakteurin und Autorin des Buches.

Florian Müller fotografiert Fetischisten: Menschen, die sich als Hunde verkleiden oder gefesselt an die Decke hängen lassen. Es ist ihre Art, sich zu entspannen und Erfüllung zu empfinden. Auf den ersten Blick sieht man Maskerade, kafkaeske Szenen, Totentänze, Verwandlungen zum Tier, zum Sklaven, zur eingeschweißten Made. Hinter der Maskerade verbergen sich Geschichten von Menschen und ihren Bedürfnissen. Von Wünschen, Wunden und Träumen. Florian Müllers mehrfach ausgezeichnete Fotos erzählen uns diese Geschichten.

Das allgemeine Bild fetischistischer Sexualität ist von Gewaltfantasien, Lack und Leder geprägt. Jedoch ist die Vielfalt weitaus größer. Florian Müllers Bilder sind nur auf den ersten Blick schwarz-weiß. Wer genau hinsieht, erkennt Grautöne, Schattierungen. Mehrere Jahre hat er an seinem mehrfach ausgezeichneten Fotoprojekt über sexuellen Fetischismus in Deutschland gearbeitet, über 10 000 Kilometer ist er dafür gereist. Er traf auf Personen, die in der Gesellschaft oft als „pervers“ gelten. Diese wollen aber nicht gesellschaftlich stigmatisiert werden sondern fanden durch ihren Fetisch ganz einfach zu einem erfüllteren Leben, einige sagen: „zu sich selbst.“

Manchmal dauerte es Wochen bis sie ihm vertrauten und an ihren so genannten Sessions teilhaben ließen, an ihren sexuellen Spielen. Florian Müller missbrauchte ihr Vertrauen nicht. Er nahm die Menschen vor seiner Kamera ernst, bediente keine Klischees. Seine Bilder sind nicht abstoßend, sondern nah, fast zärtlich. Wie die Domina ihren Gast umarmt. Wie ein Frührentner im Vakuumbett Erfüllung findet. Wie ein Mann, der gerne in die Rolle eines Pferdes schlüpft, plötzlich ganz ruhig wird. „Die meisten Sessions sind erschreckend harmlos. Was die Personen eint, deren Geschichte in meinen Bildern zu sehen sind, ist die sinnstiftende Suche nach elementaren menschlichen Bedürfnissen wie Freiheit, Wärme und Geborgenheit, ja vielleicht sogar Glück.“

Rezensionen

Spiegel Online open_in_new

"Die intensivste Form der Umarmung"

fotoMAGAZIN

„Behutsame, intime Einblicke in die deutsche Fetischwelt.“

buchmesse.ARD.de

„Ihm sind beeindruckende, würdevolle Bilder gelungen.“

News zum Buch

Beschreibung

„Man muss sich die Gelüste des Menschen als ein Meer aus bunten Murmeln vorstellen. Unmöglich, sie alle zu zählen. Und ständig findet man eine, die man noch nicht kannte.“ Nora Gantenbrink, Stern-Redakteurin und Autorin des Buches.

Florian Müller fotografiert Fetischisten: Menschen, die sich als Hunde verkleiden oder gefesselt an die Decke hängen lassen. Es ist ihre Art, sich zu entspannen und Erfüllung zu empfinden. Auf den ersten Blick sieht man Maskerade, kafkaeske Szenen, Totentänze, Verwandlungen zum Tier, zum Sklaven, zur eingeschweißten Made. Hinter der Maskerade verbergen sich Geschichten von Menschen und ihren Bedürfnissen. Von Wünschen, Wunden und Träumen. Florian Müllers mehrfach ausgezeichnete Fotos erzählen uns diese Geschichten.

Das allgemeine Bild fetischistischer Sexualität ist von Gewaltfantasien, Lack und Leder geprägt. Jedoch ist die Vielfalt weitaus größer. Florian Müllers Bilder sind nur auf den ersten Blick schwarz-weiß. Wer genau hinsieht, erkennt Grautöne, Schattierungen. Mehrere Jahre hat er an seinem mehrfach ausgezeichneten Fotoprojekt über sexuellen Fetischismus in Deutschland gearbeitet, über 10 000 Kilometer ist er dafür gereist. Er traf auf Personen, die in der Gesellschaft oft als „pervers“ gelten. Diese wollen aber nicht gesellschaftlich stigmatisiert werden sondern fanden durch ihren Fetisch ganz einfach zu einem erfüllteren Leben, einige sagen: „zu sich selbst.“

Manchmal dauerte es Wochen bis sie ihm vertrauten und an ihren so genannten Sessions teilhaben ließen, an ihren sexuellen Spielen. Florian Müller missbrauchte ihr Vertrauen nicht. Er nahm die Menschen vor seiner Kamera ernst, bediente keine Klischees. Seine Bilder sind nicht abstoßend, sondern nah, fast zärtlich. Wie die Domina ihren Gast umarmt. Wie ein Frührentner im Vakuumbett Erfüllung findet. Wie ein Mann, der gerne in die Rolle eines Pferdes schlüpft, plötzlich ganz ruhig wird. „Die meisten Sessions sind erschreckend harmlos. Was die Personen eint, deren Geschichte in meinen Bildern zu sehen sind, ist die sinnstiftende Suche nach elementaren menschlichen Bedürfnissen wie Freiheit, Wärme und Geborgenheit, ja vielleicht sogar Glück.“

Zusätzliche Information

Gewicht1.23 kg / 2.71 lbs
Buchautor

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