LEDITION LAMMERHUBERPhotography Book Publisher of the Year

AMAZING AFRICA

Pascal Maitre
24 x 33,3 cm, 348 Seiten, 147 doppelseitige Fotos
Hardcover
Deutsch, Englisch, Französisch
ISBN 978-3-901753-41-1 
September 2012

AMAZING AFRICA

Mit all seiner journalistischen Leidenschaft hat der französische Fotograf Pascal Maitre den aufregendsten Erdteil unseres Planeten seit 30 Jahren zu seiner Agenda gemacht. Sein waches und unbestechliches Auge hat für die großen Reportagemagazine der Welt – wie GEO, Paris Match, L’Express, Stern und National Geographic – hinreißend schöne Bilder dort gefunden, wo politische und soziale Umbrüche die Weltpolitik erschütterten. Der subtile Umgang Maitres mit Perspektive, Licht, Kontrast und Farbe macht jedes seiner Bilder zu einem berührenden Zeitzeugnis voll Magie und Faszination und voll Respekt vor den Menschen Afrikas.
AMAZING AFRICA ist das Werk eines der herausragendsten Fotografen unserer Zeit.

PASCAL MAITRE ÜBER AFRICA

Gabe und Gegengabe nennen Anthropologen diesen Prozess. Die Menschen, die ich Ihnen in den folgenden Texten präsentieren möchte, haben mir viel gegeben. Es wird Zeit, dass ich ihnen etwas zurückgebe. Am Beispiel dreier sinnbildhafter Personen soll meine Würdigung ganz Afrika gelten. Oder besser gesagt: allen „Afrikas“. Jedes von ihnen liegt mir am Herzen. Verstehen Sie dieses Buch daher als eine …

… HOMMAGE AN AFRIKANER
An sie alle. Denn ihr Kontinent – vielschichtig, komplex, von uns Übrigen nur allzu oft karikiert – birgt in sich ganz außergewöhnliche Männer und Frauen. Vom Nobelpreisträger bis zum Bauern, vom Nomaden bis zum Geschäftsmann. Meine Arbeit als Fotojournalist hat mich in erster Linie mit einfachen,klar ihrer Geografie zugeordneten Menschen zusammengeführt. Mit jenen, die dem Himmel und der Erde verbunden
sind. Jenen, die nach Wasser in Sandmeeren suchen oder nach Geistern im Herzen der Wildnis. Mit Kriegern und mit Dichtern. Als solcher lebt der Tuareg Kalakoa auf ewig in meiner Erinnerung.

… HOMMAGE AN DIE "FIXER"
Bestimmt haben Sie schon oft von ihnen gehört. Geht es in den News um entführte Journalisten und Geiselnahmen, geht es meistens auch um Personen, die „Fixer“ genannt werden. Ohne sie wäre unsere Arbeit in schwierigen Gebieten unmöglich. Sie helfen uns über die verschiedensten Arten von Grenzen hinweg, verhelfen uns zu Passierscheinen, die sich nicht einmal diplomatische Korps beschaffen könnten. Gelingt es uns, im Krieg zu arbeiten, haben wir es Fixern zu verdanken. Sie riskieren ihr Leben im selben Maße wie wir, nicht selten werden sie gemeinsam mit Journalisten gekidnappt. Fixer öffnen uns den Weg zur Information, vermitteln uns Szenen, die wir in fotografische Zeugnisse umwandeln können. Denn für jeden Reporter ist das Hauptproblem die Zugänglichkeit. Alles Weitere, wie Fotografieren, ist weniger schwer.
Nie werde ich jenen genug danken können, die für mich ihr Leben aufs Spiel gesetzt, mich in ihr Leben hineingelassen, mir ihr Herz geöffnet haben. Auch will ich sie nicht mehr einfach nur Fixer nennen. Sie haben Namen und Vornamen. Die Beziehungen, die ich zu einigen von ihnen unterhalte, sind über die Jahre zu Freundschaften gereift. Ajoos, mein Führer in der Hölle von Mogadischu, zählt zu diesen Freunden.

… HOMMAGE AN DIE PERSONEN IN DEN REPORTAGEN
Oft vergessen wir das: Die Unbekannten auf unseren Fotos sind die wahren Akteure auf der Bühne der Welt- News. Die Männer und Frauen, die unsere Bilder füllen, bleiben die mal tragischen, mal glücklichen Helden von Geschichten, in denen wir Fotojournalisten zwar physisch
präsent sind, aber nur als Zeugen, nicht als Akteure. Diese textlichen Skizzen sollen außergewöhnliche Menschen vorstellen. Weil in Afrika alles – Land, Natur, Glauben, das Leben mit allen seinen Umständen und Bedingungen – wahre und große Persönlichkeiten schafft. Wie die herrliche, heldenhafte Maggy Barankitse in Burundi