LEDITION LAMMERHUBERPhotography Book Publisher of the Year

CMS - The Art of Scienceneu

Michael Hoch
Daniel Denegri
François Englert
Stephen Preece
Ian Shipsey
Mick Storr
27 x 27 cm, 168 Seiten, 921 Fotos
Englisch
Hardcover, Leinen gebunden,
„French Fold“-Schutzumschlag
ISBN 978-3-903101-04-3
März 2016

CMS - The Art of Science

CMS (The Compact Muon Solenoid Experiment) ist ein fünf Stockwerke hoher und 25 Meter langer Wissenschaftsapparatus, der die subatomaren Bruchstücke der Kollisionen des Large Hadron Colliders (LHC) am CERN vermisst und so den kleinsten Bausteinen der Natur ihre Gesetzmäßigkeiten entlockt. CMS und LHC sind in diesem Sinne das weltgrößte und stärkste Mikroskop, das die Menschheit je geschaffen hat. Michael Hoch nützt seine privilegierte Position als Wissenschaftler und Künstler „im Herzen des Experimentes“, dem Wesen und der Ästhetik dieser Maschine so nahe zu kommen, wie es nur in dieser dualen Option möglich ist. „The Art of Science“ ist darüber hinaus eine Hommage an die mehr als 10.000 Frauen und Männer, Techniker, Wissenschaftler und Ingenieure, die dieses moderne Wunderwerk möglich gemacht haben. Ein einzigartiges Bilddokument begleitet von hochqualifizierten Texten von vier Kollegen von Michael Hoch und einem Vorwort des Nobelpreisträgers für Physik 2013 François Englert, dem Mitentdecker des Higgs-Teilchens.

„Alle Besucher die das Glück hatten, den geöffneten CMS Detektor persönlich zu besuchen und ihn so zu sehen, wie er auf dem Buchcover abgebildet ist, meinten oft, dass dieser Wissenschaftsapparatus wie ein Kunstwerk erscheint und aussieht wie das Rosettenbuntglasfenster von Notre Dame in Paris“, so Michael Hoch.

Michael Hoch zeigt in diesem Buch nicht nur beeindruckende Fotos des riesigen Wissenschaftsapparatus in unterschiedlichen Phasen der Konstruktion, sondern auch 800 Porträtfotos, die die Vielfältigkeit und Diversität der unterschiedlichen Charaktere aufzeigen, die es braucht, um ein solches Experiment zu erschaffen. Darüber hinaus stellt er seine künstlerischen Arbeiten vor, bei denen er mittels Kollagen der Fotos des Experimentes Wissenschaftsthemen bearbeitet.

Eine der zwei gezeigten Serien zielt auf die Symmetrien der Natur ab, die über die Symmetriebrechung der Ästhetik des Detektors bearbeitet wird und so einen intuitiven Zugang zur Fragestellung in den Raum stellt: Wo ist die Antimaterie hin?

In der zweiten Serie verschmelzen der Wissenschaftsapparat, der gebaut wurde, die Natur zu entschlüsseln, mit Blüten als Symbol für die Natur, um damit eine philosophische Auseinandersetzung über wissenschaftlichen Beobachtungen zu provozieren.

Autoren

⁣Michael Hoch

ist österreichischer Physiker, Fotograf, Künstler und Gründer des art@CMS Projektes, das es sich zum Ziel gesetzt hat, einen aktiven Dialog zwischen der globalen CMS-Wissenschaftsgemeinschaft, Künstlern, Kunstinstitutionen, edukativen Einrichtungen wie Schulen und einem allgemeinen Publikum zu generieren. Nach seinem Studium an  der Technischen Universität und an der Universität Wien arbeitete er für sein Doktorat am CERN und war dort als Physiker bei den LHC-Experimenten ALICE und CMS tätig. Durch seine Position als Wissenschafter, der beim Aufbau tagtäglich am Experiment arbeitete, hatte er exklusiven Zugang zu Momenten und Blickwinkeln wie kein anderer Fotograf. Es entstanden beeindruckende Bilder der Experimente. Darüber hinaus verarbeitet er die Bilder in Form von Kollagen in Kunstwerke zu verschiedene Wissenschaftsthemen. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und den USA gezeigt.

Daniel Denegri

ist ein französisch-kroatischer Physiker und einer der Gründungsväter von CMS. 14 Jahre lang war er Physikkoordinator und Research Director am französischen Institut CEA Saclay. Vor CMS war Denegri beim CERN-Experiment UA1 beteiligt. Der Experimentsleiter von UA1 Carlo Rubbia und Simon van der Meer vom CERN haben 1984 den Nobelpreis für die Entdeckung der W-und Z-Bosonen erhalten. Denegri ist Organisator von vielen wissenschaftlichen Konferenzen und ein anerkannter Experte für Wissenschaftsgeschichte und Antike.

François Englert

ist ein belgischer Physiker, der 2013 gemeinsam mit Peter Higgs den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung des Brouth-Englert-Higgs (BEH)-Mechanismus erhalten hat. Er ist Professor Emeritus für Theoretische Physik an der Université libre de Bruxelles (ULB), Professor an der Universität Tel Aviv und Teil des Kollegiums an der Chapman University in Kalifornien. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten befasst er sich mit der Quantenfeldtheorie, Kosmologie, String Theory und Supergravity.

Ian Shipsey

ist britisch-amerikanischer Teilchenphysiker und Spezialist für Si-Detektore (Lithium-gedrifteter Siliziumdetektor), die einen tiefen Einblick in das Universum ermöglichen, wichtige Elemente zur Beobachtung der Natur darstellen, aber auch im medizinischen Bereich vielfach eingesetzt werden. Aktuelles Beispiel sind die beiden, auch mit Si-Detektoren ausgestatteten Experimente ATLAS und CMS am CERN, die das Higgs-Teilchen identifiziert haben. Shipsey war von 2001 – 2014 Mitglied in der CMS-Kollaboration und 2013 Vorsitzender der Kollaboration. Seit 2015 ist er Professor an der englischen Universität Oxford, Vorstand der Teilchenphysik und am ATLAS- Experiment tätig. Weitere wissenschaftliche Herausforderungen sind für ihn die Entwicklung der nächsten Generation von Si-Detektoren, noch höhere Strahlintensität und dem Large Synoptic Survey Telescope.

Mick Storr

ist britischer Physiker und Spezialist für Wissenschaftsvermittlung. Er war als Physiker am CERN für unterschiedlichste Experimente tätig, war Chef des CERN Visit Service und ist Mitbegründer des CERN-Physics-Teacher-Programm. Seit 2013 ist er Honorary Fellow of the University of Birmingham und Brunel und Lektor und Networker für das art@CMS Projekt.

Stephen Preece

ist britisch-Schweizer Künstler und Kunstlektor, lebt in Genf und ist an der ECOLINT tätig. Sein Engagement als Lehrender widmet er vor allem der Vermittlung von fächerübergreifendem, individuellem Lernen und dem kreativen Projektmanagement. Preece ist Mitbegründer der  Coachingplattform ALLMINDS, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Lernstrategien zu entwickeln, die den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden und kritisches Denken, Innovation und Kreativität fördert.